Fördermittel statt Kredite

Januar 27th, 2013 by admin

Krisen bergen oft auch Chancen. Die letzte Wirtschaftskrise um 2008 brachte die massive Aufstockung staatlicher Innovationsförderprogramme wie das zentrale Innovationsprogramm für den Mittelstand „ZIM“.  Mittlerweile ist das ZIM-Programm zum erfolgreichsten deutschen Innovationsförderprogramm avanciert. Für mittelständische Unternehmer sind derartige Förderprogramme auch als Finanzierungsinstrument interessant. Fremdkapital muss verzinst werden und kann in schwierigen Zeiten eine erhebliche Bürde für das Unternehmen darstellen. Eigenkapital auf der anderen Seite geht mit deutlich höheren Kapitalkosten einher. Hohe Renditeerwartungen von Eigenkapitalinvestoren können Mittelständler in die schwierige Lage bringen, Ausschüttungen vornehmen zu müssen, obwohl das Kapital im Unternehmen auch gut gebraucht werden könnte. Fördermittel, wie sie im Rahmen von ZIM bewilligt werden, sind für den Unternehmer nicht rückzahlbare Zuschüsse. Damit stärken diese letztlich die Kapitalbasis, da für riskante und herausfordernde Maßnahmen im Unternehmen Eigenkapital geschont werden kann oder keine zusätzlichen Kredite aufgenommen werden müsse.

Durch die Fördermittel werden zudem FuE-Arbeitsplätze in den mittelständischen Unternehmen gesichert. Nicht zuletzt dadurch sind die Unternehmen in der Lage im globalen Wettbewerb zu bestehen, der sich angesichts der Kostenvorteile in Osteuropa und Asien nur durch Innovationen – neue Technologien und Verfahren gewinnen lässt. Im Vergleich zu Krediten ist der Aufwand der Bewilligung der Fördermittel jedoch nicht zu unterschätzen. Es müssen in der Regel aufwändige Anträge erstellt werden. Die gute Nachricht ist, dass es hierfür qualifizierte Berater gibt, welche z.B. auch auf ZIM Förderung spezialisiert sind.

Letztlich profitieren alle Parteien von Förderprogrammen wie ZIM. Der Staat kann hochqualifizierte Arbeitsplätze sichern und induziert eine neue FuE-Kultur in den Mittelstand. Der Mittelstand erhält eine neue, wertvolle Möglichkeit, innovative Vorhaben zu realisieren. Die hoch qualifizierten Mitarbeiter in den Unternehmen erhalten eine Möglichkeit, ihre Ideen zu realisieren.

Noch dazu lässt sich durch spezielle Maßnahmen, wie z.B. Kooperationsprojekte zwischen Forschungsinstitutionen bzw. Universitäten und Unternehmen eine bessere Verzahnung von wissenschaftlicher Forschung und unternehmerischer Innovation erreichen. Hierdurch wird nicht zuletzt auch der Wissenschaftsstandort Deutschland attraktiver und international wettbewerbsfähiger.

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